Die letzten Worte

Mit diesen großartigen Eindrücken verabschiede ich mich nach drei Jahren von den USA. Die Zeit war aufregend, anstrengend, augenöffnend, abwechslungsreich und prägend. Der Abschied fällt wahnsinnig schwer, denn es bedeutet viele liebgewonnene Menschen hier zu lassen, einen Lebensabschnitt bewusst hinter sich zu lassen und wieder von neu zu beginnen. Ein großer Dank an alle, die mein Leben in den USA geprägt und bereichert haben!

Ein großer Dank auch an meine lieben ehemaligen Kollegen der Wilhelm-Busch-Schule aus Ratingen, die mir diesen Blog als Abschiedsgeschenk einrichteten. Auch wenn ich es zwischendurch durchaus mal verflucht habe, da die Pflege doch recht zeitaufwändig ist, so bin ich nun doch sehr stolz darauf, bis zum Ende mehr durchgehalten zu haben, denn dadurch ist eine tolle Erinnerung an meine Zeit in den USA und die vielen Reisen entstanden.

Da ich mich mittlerweile wieder in Deutschland befinde und das Abenteuer USA erstmal beendet ist, kommt auch dieser Blog nun zum Ende. Aber wer weiß, vielleicht heißt es ja irgendwann…

Fortsetzung folgt!

Alaska

Bevor es jedoch zurück in die neue alte Heimat ging, stand noch ein absolutes Highlight an: 2 Wochen Alaska mit Trek America!

Los ging es in Anchorage, nicht gerade ein Augenschmaus, aber das Tor nach Alaska.

Glücklicherweise war Anchorage nur der Treffpunkt für die Gruppe und nachdem die Formalitäten geklärt waren, ging es sofort Richtung Norden zum Denali Nationalpark. Nachdem wir die Zelte aufgeschlagen hatten, war noch Zeit, sich die Schlittenhunde anzuschauen, die im Park im Winter als Patrouille eingesetzt werden, da dies die schnellste und sicherste Art ist, sich im Winter in der Wildnis des Parks fortzubewegen. Denali

Am nächsten Tag ging es dann mit dem Touribus in den Park hinein. Die Busse sind die einzige Möglichkeit, sich im Park fortzubewegen (von den eigenen Füßen mal abgesehen), um möglichst wenig Einfluss auf die Natur auszüben. Man kann jederzeit aus- und einsteigen, um im Park wandern zu gehen. Außerdem werden regelmäßig Fotostopps eingelegt. Wir hatten Glück und haben sogar einen Großteil des Mt. McKinley gesehen, Amerikas größtem Berg, der sich meistens in den Wolken versteckt. Außerdem lief uns ziemlich am Anfang erstmal ein Elch über die Straße. Grizzlies gab es in einiger Entfernung auch zu sehen, ebenso wie den Willow Ptarmigan, zu deutsch das Moorschneehuhn, den Staatsvogel Alaskas, inkl. Küken.

Die Weite der Landschaft ist einfach unbeschreiblich. Die Straße lag in einem Tal und wurde von der Alaska Range eingerahmt. Wohin man auch schaute, nur unberührte Natur.Denali

Der nächste Tag begann mit einem Elch beim Grasen im See. Nach ausreichender Beobachtung haben wir uns dann nochmal ein Stückchen in den Park hineinbegeben und sind am Savage River entlang gewandert. Nach der ganzen Sitzerei der ersten Tage eine wahre Wohltat. Die Ausblicke und ein Braunbär in sicherer Entfernung am Wegesrand haben uns für die Strapazen der Kletterei belohnt.Denali

Nach drei Tagen an einem Fleck (eine Seltenheit bei Trek America!) brachen wir die Zelte ab, um uns noch weiter in die Wildnis hineinzubegeben.

Es ging über den Denali Highway nach Wrangell/St. Elias, genauer gesagt nach Mc Carthy und Kennecoth.

Da der Weg jedoch recht weit ist, übernachteten wir in Gakona auf dem MacLarenRiver Campground bei Allen und Susie, Kanutour und Bibertour mit dem Jetboat inklusive. Beeindruckend war der Damm, den die Biber gebaut haben, mehrere 100 Meter lang, wodurch ein kompletter See parallel zum Fluss entstanden ist.Mac Laren River Mac Laren River

Verwirrend ist die ständige Helligkeit. Es gibt zwar eine Art Sonnenauf- und -untergang, aber diese liegen sowohl zeitlich als auch räumlich sehr nah beieinander, so dass man sowohl die zeitliche als auch die räumliche Orientierung komplett verliert. Zwischen Unter- und Aufgang der Sonne wurde es außerdem nicht richtig dunkel.

Am nächsten Tag kamen wir dann in Wrangell / St.Elias, Amerika’s größtem Nationalpark an. Um uns herum nichts als Natur, die nächste Siedlung war 60 Meilen entfernt.

Kennecoth ist eine alte zerfallene Kupferminenstadt, die um Amerika’s größte Kupfermine erbaut wurde, McCarthy die dazugehörige ‚Sin City’ mit Saloon, Bordell, etc, denn all das war in Kennecoth verboten.

Eine ähnliche Aufteilung gibt es auch heute noch. Kennecoth ist nahezu verlassen (hier sitzen tagsüber die 2-3 Veranstalter der Gletschertouren, sowie ein Hotel), während in McCarthy die den Sommer über ansässigen Tourguides wohnen und wo man sich nach Sonnenuntergang zum Open Mic oder zum Poetry Slam im Saloon trifft.

Unser Campingplatz lag mit gigantischem Ausblick auf den Gletscher fußläufig nach McCarthy.

Leider war die Nacht komplett verregnet und auch am Morgen sah es noch nicht besonders vielversprechend aus. Dennoch ging es früh raus aus den Federn, denn wir sollten den Tag auf dem Gletscher verbringen.

Als wir alle mit Steigeisen und Kletterausrüstung ausgestattet waren und uns auf den Gletscher wagten, klarte es plötzlich auf und wir hatten einen wunderschönen Tag auf dem Eis. Das klettern im Eis macht Spaß und ist verglichen mit dem Klettern im Fels deutlich leichter, da man sich seine Griffe und Tritte nicht suchen muss, sondern einfach selbst in das Eis schlägt.15

Während wir am Anfang zunächst versuchten, den Eisberg zu erobern, ging es in der zweiten Runde runter in die Gletscherspalte, aus der wir uns dann aus eigener Kraft wieder hocharbeiten mussten. Unten in der Gletscherspalte floss ein Fluss und die Geräuschkulisse war immens. Ein wahnsinniges Erlebnis!14 13

Nach 2 Tagen ohne fließend Wasser und Strom ging es dann erstmal für eine Nacht zurück nach Anchorage. Der Ausflug in die ganz große Wildnis war damit beendet, denn von nun an hielten wir uns eher in kleinen Hafenstädten auf. Das sollte aber nicht bedeuten, dass die unvergleichlichen Naturerlebnisse damit auch ein Ende hatten. Ganz im Gegenteil, damit ging es nun auf der Kenai Halbinsel eigentlich erst so Richtig los!

Doch zunächst stand ein anderes Ereignis im Vordergrund: Das Finale der Weltmeisterschaft 2014 – Deutschland gegen Argentinien. Wir beeilten uns, um rechtzeitig zum Anpfiff in Seward zu sein, wo wir in einer kleinen Dorfkneipe das Spiel schauen wollten. Mit uns schauten einige Amerikaner, die eine zeitlang in Deutschland gelebt hatten. Die Stimmung war großartig. Ich glaube, die Bedienung wusste nicht wirklich, wie ihr geschah.20140713-4 Seward-00241

Am Nachmittag stand dann noch der Besuch des Kennels der Familie Seavey auf dem Programm. Im Gegensatz zu den Schlittenhunden in Denali waren diese hier reine Rennhunde. Wir lernten einiges über die Zucht, die Ausrüstung des Mushers (Fahrers), der seinen Schlitten in der Regel selbst baut (für den Rahmen werden Hockeyschläger verwendet) und das Iditarot, Alaska’s berühmtestes Hundeschlittenrennen (1049 Meilen in 8-14 Tagen), an dem bereits 3 Generationen der Familie teilgenommen hatten. Es sind wirklich tolle Hunde!12

Abends folgte ein unvergesslicher Abend in der Yukon Bar mit Hobo Jim.

Am nächsten Tag folgte ein 6-stündiger Cruise in die Ressurection Bay zum Aialik Gletscher bei traumhaftem Wetter. Orcas, Humpbacks, Seelöwen, Seeotter und Puffins waren unsere Wegbegleiter, eingerahmt in traumhafter Natur.10 9

In der Mittagspause hielten wir kurz vorm Gletscher und der Motor wurde ausgemacht, so dass wir das Knacken und Knarren des Gletschers hören konnten und auch einige Stücke abbrachen sahen. Beeindruckend!11

Zurück in Seward hat eine weitere Trekgruppe ihre Zelte auf unserem Zeltplatz aufgeschlagen. Ihr Guide: Graeme, besser bekannt als Grommy, mein Trekleader aus dem letzten Sommer. Sie ist klein, die Trekkerwelt.

Einen Tag später ging es dann zu Fuß am Exitgletscher entlang, hoch zum Harding Icefield, einer riesigen Eisfläche, die sich dann in diverse Gletscher teilt. Die Wanderung war anstrengend, aber der Blick auf’s Eis hat für alles entschädigt.8 7

Von Seward ging es weiter in den Westen der Halbinsel nach Homer. Genauer gesagt nach Homer Spit, einer kleinen Landzunge, die sich von Homer aus ins Meer erstreckt und auf der sich der Hafen befindet. Wir haben unsere Zelte direkt am Strand aufgeschlagen. Bei weitem der schönste Zeltplatz der Reise!2014-07-16 17.31.28-2

Da wir an diesem Tag sonst nichts zu tun hatte, beschlossen wir, in der Alaska Bay schwimmen zu gehen, eine recht frische Erfahrung. Zu Essen gab es Lachs, der frisch von den Fischern gekauft wurde und abgerundet wurde der Tag im Salty Dawg Saloon, einer urigen Kneipe in Form eines Minileuchtturms.

Am nächsten Tag ging es wieder raus aufs Wasser. Diesmal wurden wir allerdings nicht durch die Gegend geschippert, sondern mussten uns durch unsere eigene Muskelkraft in Seekajaks fortbewegen. Wir haben einmal die Yukoninsel umrundet. Dabei sind wir ganz nah an eine Seeottermutter samt Jungen herangekommen. Außerdem haben wir noch Weißkopfseeadlerjunge im Nest gesehen.6 5

Bevor wir Homer wieder verlassen haben, wartete noch das absolute Highlight der Reise auf uns. Der Bearflight in den Katmai National Park. Wir haben der kleinen Cessna die dicken Schluppen für die Strandlandung angezogen und los ging es. Nach einer Stunde Flugzeit waren wir an der Ostküste des Parks und drehten noch eine Ehrenrunde über den Gletscher. Bei der Funkunterhaltung der beiden Piloten (wir waren mit zwei Flugzeugen unterwegs) wurde mir kurzzeitig etwas mulmig: „Oh, ganz schön viel Holz heute am Strand!“ „Das große Loch auf 10 Uhr hast du gesehen, oder?“ Traumhaft, landen wir also mal irgendwo zwischen dem ganzen Holz und den Löchern am Strand… aber unser Pilot Jim hat uns völlig entspannt und heil runtergebracht. Hinterm Strand erstreckte sich eine riesige Ebene aus Grasland und Flussufern und bereits nach kurzer Zeit liefen uns die ersten Bären über den Weg, eine Mutter mit zwei kleinen Jungen. Aufgrund der guten Futtervorkommen findet man dort viele Bären auf engem Raum, obwohl sie sonst eigentlich riesige Jagdreviere haben. Da das Gebiet gut einsichtig ist und die Bären den Menschen nicht als Feind ansehen, weil sie dort nie gejagt wurden, kann man sich den Bären dort sogar auch viel weiter nähern als sonst. Das ganze geht sogar so weit, dass die Bärenmütter ihre Jungen manchmal bei den Besuchergruppen zum „babysitten“ sitzen lassen, während sie selbst im Fluss fischen gehen. Wir hatten doppelt Glück und haben nicht nur viele Bären gesehen, sondern waren auch an einem der ersten Tage der Lachswanderung da und konnten darum die Bären beim Lachsfischen beobachten. Ein unvergleichliches Erlebnis!4 3 2 1

Insgesamt haben wir an diesem Tag acht Bären aus der Nähe gesehen, davon drei Bärenjunge. Drei Bären haben vor unserer Nase Lachse gefangen und ein Bärenjunges haben wir babygesittet.

Falls ihr mal nach Alaska kommt, sollte der Flug zu den Katmaibären auf jeden Fall auf die Todo-Liste. Die Bären gibt’s übrigens auch im Fernsehen, denn die BBC hat eine Dokumentation über sie gedreht.

Die letzte Nacht verbrachten wir in Hope, denn dort stand am nächsten Morgen das angeblich beste White Water Rafting, das Alaska zu bieten hat, auf dem Programm. Darauf habe ich allerdings verzichtet und habe mich stattdessen im Hot Tub entspannt.

Am Nachmittag kam die Reise dann in Anchorage zu ihrem offiziellen Ende. Wir haben uns allerdings alle noch einmal zum Dinner getroffen und den letzten Abend in der Bar ausklingen lassen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Simone, Penny und Chris, dass sie mit mir immer so brav bis zum Ende durchgehalten haben!

Simone hat mir dann am nächsten Tag bei meiner endgültigen Ausreise aus den USA noch die Hand gehalten, da sie im selben Flieger mit mir nach Vancouver flog. War schon ein sehr komisches Gefühl zu wissen, dass man die USA nach 3 Jahren das erste Mal ohne Rückflugticket verlässt. New York und die USA sind in dieser Zeit tatsächlich zu meiner zweiten Heimat geworden und bei aller (berechtigter) Kritik einfach ein wahnsinnig tolles Land!

Ich habe mir noch einen Transitday in Vancouver gegönnt, um die letzten Wochen ein wenig zu verarbeiten, bevor es endgültig in die alte neue Heimat zurück ging.

 Goodbye Alaska, goodbye USA!

Die letzten Wochen…

…waren geprägt vom Abschied nehmen, von liebgewordenen Menschen, von der Stadt, vom Land.2014-07 NYC0174-15 2014-06-22 Abschiedsfeier Katharina0002-2 2014-06-07 Manhattan0010-12014-07 NYC0076-112014-06-28 Stoop Sale0005-6

Die letzten Wochen waren vollgestopft mit offiziellen und privaten Abschiedsfeiern, so dass ich mehr Zeit in White Plains als in New York verbracht habe.2014-06-26 DSNY BBQ0095-5 2014-06-25 DSNY Grundschulabschied0001-4 2014-06-26 DSNY BBQ0001-3

Zum Glück hatte ich zum Ferienbeginn noch eine Woche Zeit, die Stadt noch einmal in vollen Zügen zu genießen!2014-07 NYC0008-7 2014-07 NYC0025-8 2014-07 NYC0068-9 2014-07 NYC0094-12 2014-07 NYC0110-13

Der Abschied fiel unglaublich schwer, denn die Stadt hat sich auf immer in mein Herz gebrannt.2014-07 NYC0159-14 2014-07 NYC0074-10

Goodbye New York!

New Orleans – Liebe auf den zweiten Blick

‚The Big Easy’ und ich hatten einen schweren Start. Verspätete Ankunft und Ballermann-Atmosphäre in der Bourbon Street machten es mir zunächst ein wenig schwer, das Herz der Stadt zu erkennen. Aber am Abend war er dann da, der Jazz und Blues, der die Stadt mit Seele und Leben füllt und zu einem einzigartigen Ort macht.New Orleans-8New Orleans-5New Orleans-9

Kleiner Überlebensguide für New Orleans: Lange Schlafen, im French Quarter die kleinen Seitenstraßen erkunden und die Bourbon Street meiden, mit dem Raddampfer über den Mississippi tuckern, um sich die Zeit bis zum Nachmittag zu vertreiben und ab ca. 15 Uhr den Klängen in der Frenchman Street lauschen. Die Clubs dort sind einzigartig.New Orleans-10 New Orleans-6

Absoluter Favorit: The Spotted Cat Music Club!New Orleans-7 New Orleans-2 New Orleans-3

Jede Minute der Nacht auskosten und bis zum Ende durchhalten, dann geht’s wieder von vorne los!New Orleans-4 New OrleansMehr Fotos aus New Orleans gibt’s hier.

Flickr

Ich bin nun seit wenigen Monaten auch auf Flickr vertreten und stelle dort meine Fotos ein. Dort findet ihr die Bilder die hier hochgeladen sind in besserer Auflösung und zum Großklicken. Außerdem noch viele weitere Bilder, die ich hier nicht verwendet habe. Um euch die Bilder anzuschauen, braucht ihr nicht selbst angemeldet zu sein. Freue mich über viele Besucher!

Die Bilder findet ihr hier.

Mit dem Campervan über Maui – Hawaii

Warmes Wetter, Traumstrände, …, das schrie förmlich nach einem Camperurlaub. Da wir noch immer glasige Augen bekamen, wenn wir an den Camperurlaub in Kalifornien dachten, gab es für uns quasi keine Alternative dazu, Maui mit dem Campervan zu bereisen.

Die Schwierigkeiten begannen allerdings bereits mit der Vorbereitung. Die Suche nach einer Firma, die Campervans vermietet, gestaltete sich als nicht so einfach. Letzten Endes haben wir aber doch jemanden gefunden. „Aloha Campers“! Ein roter VW Westfalia! Juchhu!

Maui-1La Perouse Bay

Dass das Firmengelände eher einem Schrottplatz glich, als einer Autovermietung, haben wir mal geflissentlich übersehen. Die Innenausstattung hatte ihre besten Tage auch hinter sich. Immerhin, er fuhr 1a und könnte auch getrost als Geländewagen durchgehen!

Weitere Schwierigkeiten gab es bei der Campingplatzsuche. Wir stießen immer wieder auf die gleichen 6 Campingplätze und dachte, wir seien zu dusselig zum suchen. Vor Ort stellte sich dann aber heraus, dass das tatsächlich die einzigen offiziellen Campingplätze waren, die angefahren werden konnten. Es gab noch einige, die man über eine Wanderung erreichen konnte, aber dafür hatten wir ja den Bus nicht gemietet. Naja, kein Problem, wir haben ja schließlich den Bus gemietet, um uns auch mal schön in eine einsame Bucht zu verziehen! Davon wird es ja wohl genug geben auf Maui!Olowalu

Auch hier wurden wir eines besseren belehrt. Es gab zwar die ein oder andere Bucht, aber häufig war es verboten, sich einfach irgendwo hinzustellen.

Naja, beginnen wir mal am Anfang. Die ersten Tage verbrachten wir an der Süd- und der Südwestküste. Hier reiht sich ein Resort an das nächste. Glücklicherweise ist der Zutritt zu einem Strand per State Law jedem gestattet, so dass man überall an den Strand gehen kann und die Resorts und privaten Residenzen am Meer keine Privatstrände aufbauen können.

Das ist gut, denn dort liegen meistens die schönsten von der Küste erreichbaren Schnorchelgebiete, wie zum Beispiel am Makena Beach, wo wir unsere erste Green Sea Turtle gesehen haben.Snorkeling - Makena Beach Snorkeling - Makena Beach Green Sea Turtle

Wir machten einen Abstecher nach Lahaina, eines der Touristenzentren, in der sich Andenkenladen und Restaurants aneinanderreihen.Rainbow

Abgeschlossen wird die bebaute Südküste von einem riesigen Lavafeld an der „La Perouse Bay“. Wenn man darüber fährt denkt man, man ist auf einem Acker, der gerade frisch gepflügt wurde. Bis man dann aussteigt und feststellt, dass man auf Lavastein steht.La Perouse Bay La Perouse Bay

Dann ging es in den Norden. Doch vorher haben wir einen Abstecher ins „Ioa Valley“ gemacht. Am Ende erwartete uns die „Ioa Needle“, der Legende nach Ioa’s Geliebter, der von einem verärgerten Maui zu Stein verwandelt wurde. In Wirklichkeit eine schöne Felsformation in einem asiatisch anmutenden, von Regenwald bewachsenem Gebirge.Ioa Needle

Eigentlich wollten wir im Hafen von Kahului an den von unserem Reiseführer angepriesenen Foodtrucks einen Essensstop einlegen. Die Ansammlung beschränkte sich allerdings auf drei Trucks, die allesamt nicht besonders empfehlenswert aussahen.

Stattdessen haben wir den Berg gewechselt und sind nach Makawao gefahren, dass am Fuße des Haleakela-Kraters. Das Dorf ist auch als Cowboystadt bekannt. Cowboys heißen auf Maui übrigens „Paniolos“.Piniolos - Hawaiian Cowboys

Von den Cowboys ging es zu den Kitesurfern an den Kanaha-Beach. Die Surfer waren beeindruckend, der Strand weniger. Direkt am Flughafen und in Sichtweite des Hafens. Immerhin gab es dort einen offiziellen „Campingplatz“. Wir standen auf einem normalen Parkplatz, an den man 4 Dixieklos gestellt hatte, vor uns eine Rasenfläche, auf der einige Zelte standen. Die Strandduschen zum Abwaschen des Salzwassers waren auch gleichzeitig die offiziellen Duschen. Campingluxus pur!

Egal, am nächsten Morgen ging es bereits um 5.30 Uhr weiter, da ich wieder in die Welt der Taucher zurückkehren wollte.

Da ich mich nach 11 Jahren Tauchabstinenz doch ein wenig unsicher fühlte, machte ich zunächst einen Refresher-Tauchgang und wiederholte Theorie und Praxis. Mein Tauchlehrer Mark war großartig und obwohl ich anfangs dachte, ich erinnere mich an gar nichts mehr, kam die Erinnerung schnell zurück und ich fühlte mich sofort wieder wohl unter Wasser. Es gab dann auch sofort die Belohnung in Form eines Korallenrifftauchgangs am Ulua-Beach. Highlight waren ein Babyhai und zwei Green Sea Turtles.Diving - Ulua BeachDiving - Ulua Beach

Dann ging es wieder zurück an die Nordküste und wir machten uns auf den Weg um „The Jaws“ zu finden, die Bucht, in der wenige Wochen im Jahr die haushohen Wellen angerollt kommen. Die Bucht lag ziemlich versteckt und sie zu finden war recht abenteuerlich, aber zumindest von oben haben wir es geschafft einmal hineinzuschauen. Unterwegs machten wir noch Bekanntschaft mit den ‚Locals’, die uns freundlicherweise auf den richtigen Weg brachten.Meeting the locals The Jaws
Zum Abschluss des Tages haben wir noch ein wenig am Ho’okipa Beach, auch als Surf City bekannt, den Windsurfern zugeschaut. Waren allerdings irgendwie mehr Wellenreiter unterwegs. Außerdem in einiger Entfernung, aber noch gut sichtbar vom Strand, einige Buckelwale.Ho'okipa Beach - Surf City Ho'okipa Beach - Surf City

Von dort ging es über die Hanaroad nach Hana. Für die meisten ein Tagesausflug, wir haben es gemütlich angehen lassen und waren drei Tage unterwegs. Die Hanaroad windet sich in vielen Kurven an der wilderen Nord- und Ostküste entlang. Sie ist eingerahmt von Regenwald und, oh Wunder, es gibt auch das ein oder andere Mal einen Regenschauer.

Apropos Regenschauer: Irgendwie kam der Regen nicht in unserer Planung vor. Tatsächlich aber hatten wir eigentlich jeden Tag Regenschauer. Vor allem im Norden und Osten fielen die auch durchaus mal ein wenig ausgiebiger aus. Hätte man aber irgendwie auch vorher von alleine drauf kommen können, dass es durchaus mal regnet, wenn man in den Regenwald und das Land der 1000 Regenbögen fliegt.Maui-23 Colored Eukalypthus

Die Hanaroad ist nahezu komplett besiedelt von recht alternativem Volk und so gab es dann auch nach quasi jeder Kurve einen Fruitstand mit ‚super duper Organic Fruchtirgendwas’, natürlich alles aus eigenem Anbau. War beim ersten Mal noch toll und spannend, beim zwanzigsten dann irgendwann nicht mehr so.Maui-19

Unser erster Stopp waren die Twinfalls. Ganz nett, aber nicht umwerfend. Besser gefallen hat mir unser zweiter Stopp an diesem Tag, bei dem wir eine Wanderung durch einen Bambuswald gemacht haben.Twin Falls

Dann kamen wir zum luxuriösesten der sechs Campingplätze, dem Ke’anea Camp. Es gab sogar ein richtiges Duschhäuschen mit, man höre und staune, Warmwasserduschen und richtigen Toiletten. Der Wahnsinn!Sunset Ke'anea

Am nächsten Tag ging es an weiteren Wasserfällen vorbei zum Wai’anapanapa State Park. Unterwegs gab’s noch ein veganes Eis beim Coconut Glen (inklusive verrücktem Easterbunny und bunt bemalten Kokosnüssen, denn schließlich war ja Ostersonntag!) und Fish Tacos in Nahiku.Coconut Glen

Außerdem lagen noch Lava Tubes auf unserem Weg, die man besichtigen konnte, ein Höhlengang aus Lavagestein. Völlig unamerikanisch durften wir sie, mit Helm und Taschenlampe ausgestattet, alleine erkunden.Nina - Hana Lava Tubes Hana Lava Tubes Hana Lava Tubes

Der Strand im State Park war traumhaft. Ein schwarzer Lavasteinstrand, der eingerahmt war von lauter Grün, dazu eine schneeweiße Brandung. Welch ein Farbenspiel!Black Beach - Wai'anapanapa State Park Black Beach - Wai'anapanapa State Park Black Beach - Wai'anapanapa State Park

Am nächsten Morgen erreichten wir dann ziemlich bald Hana. Dort hielten wir uns aber nicht besonders lange auf, denn es war ein ziemlich verschlafenes Kaff. Außerdem wartete noch ein weiterer toller Strand auf uns: der Hamoa Beach. Ein weiterer schwarzer Strand mit glasklarem Wasser und ordentlich Brandung.Hamoa Beach

Mittags ging es dann mit kurzem Stopp an den Wailua Falls weiter zur ‚O’heo Gulch’, einem Fluss im Haleakala National Park, der unten einige Badegumpen hat, die allerdings wegen Flash Flood Gefahr gesperrt waren (erwähnte ich bereits, dass es ziemlich viel regnete?). Also sind wir statt eines weiteren Badestopps den Pipiwai Trail hochgewandert zum Waimoku Fall. Eine tolle Wanderung, die uns an weiteren Banyatrees und erneut durch einen Bambuswald führte.Bamboo Forest - Pipiwai Trail Banya Tree - Ohe'o Gulch

Am nächsten Tag änderte sich die Vegetation von Regenwald zu öder Vulkanlandsschaft, als wir den Pi’ilani Highway an der Südküste entlangfuhren. Insgesamt war die Gegend ein wenig rauher, nicht ganz so bewohnt und weniger touristisch erschlossen. In Keokea, zurück in der Zivilisation, machten wir Stopp in ‚Grandma’s Coffee House’, einem ganz tollen Cafe mit ‚homemade everything’. Sehr empfehlenswert!Piilani Highway Grandma's Coffee House - Keokea Grandma's Coffee House - Keokea

Auf dem Weg auf den Krater hielten wir noch in Kula bei Ali’i Kula Lavender an, Lavendelgärten am Fuße des Vulkankraters. Es war ein gefühlter Sprung in die Provence.Ali'i Kula Lavender Ali'i Kula Lavender

Dann ging es rauf auf den Krater. Der erste Blick war total beeindruckend. Ich hätte nicht erwartet, welch einen Umfang so ein Vulkankrater hat. Außerdem hatte man von dort oben einen traumhaften Blick über die ganze Insel. Die Nacht verbrachten wir auf einem Campingplatz im Nationalpark, denn am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen, um den Sonnenaufgang über dem Krater anzuschauen.Haleakela Crater Haleakela Crater

Wir fuhren bereits um 5 Uhr hoch. Trotz der frühen Stunde war es eine ziemliche Massenveranstaltung mit hunderten von Menschen. Dennoch war es ein toller Moment, als die Sonne über den Kraterrand schaute. Die Wolken taten ihr übriges daraus ein tolles Lichtspiel zu machen.Sunrise - Haleakela Crater Sunrise - Haleakela Crater

Danach war relaxen am Big Beach angesagt. Toller weißer Sandstrand, nicht zu viele Menschen und glasklares Wasser.Big Beach

Dann war für die letzten Tage noch einmal ein bisschen relaxen am Strand angesagt, mit schnorcheln, tauchen und Whale Watching.

Schnorcheln war ich am Black Rock. Eigentlich ein schönes Riff mit vielen Fischen, aber leider total überlaufen, da es vor einem Resort liegt. Beim Whale Watching haben wir zwar einige Buckelwale gesehen, aber das Erlebnis kam längst nicht an die Tour in Monterey im vergangenen Herbst dran, als wir umgeben waren von ca. 40 Walen, die keine Scheu vorm Boot zeigten und teilweise sogar unter uns her tauchten.Humpback Whales Maui-46

Ein unglaubliches Erlebnis waren aber die beiden Tauchgänge, die ich noch gemacht habe. Mit dem Boot ging es zum Molokini Crater und zum St. Anthony’s Wreck. Mein Tauchlehrer Benja ist nebenbei noch Profi-(Unterwasser-)Fotograf. Hier sind einige seiner Fotos zu finden. Traumhaft!

Zum Abschluss wollten wir noch eine Nacht in einer schönen abgelegenen Bucht verbringen, die wir am Anfang unseres Urlaubs gesehen hatten, in der Honolua Bay. Leider bedachten wir nicht, dass es Freitagabend und somit Wochenende war. Dementsprechend waren mit uns noch etliche Dorfjugendliche in der Bucht. Nichts mit Ruhe und Meeresrauschen. Stattdessen Discomusik aus der Autoanlage. Außerdem war es ziemlich windig und da ich mein Zelt dort nicht gescheit abspannen konnte, ist es mir in der Nacht regelrecht um die Ohren geflogen. So war ich nach zwei Wochen dann doch froh, dass es vorerst die letzte Nacht im Zelt war und freute mich auf mein Bett zu Hause.Sunset - Honolua Bay

Den letzten Tag verbrachten wir in Kihei am Strand und in Cafes, bevor wir uns auf den langen Weg zurück nach New York machten.

Fazit: Mein persönliches Highlight waren die Rückkehr zum Tauchen und die Tauchgänge. Außerdem fand ich es sehr beeindruckend auf dem Vulkan zu stehen und in den Krater hinein zu schauen. Enttäuscht war ich von den mangelnden Campingmöglichkeiten, bzw. dem schlechten Zustand der vorhandenen Campingplätze. Auch die Strände habe ich mir schöner und vor allem größer vorgestellt. Häufig waren sie nur ein wenige Meter breiter Sandstrich vor der Hauptstraße oder einem Resort.

Ich bin froh, dass ich die Gelegenheit genutzt habe und dort war, muss aber in absehbarer Zeit nicht noch einmal nach Hawaii.

NYC Walks

Irgendwann wurde das Wetter zum Glück auch in NYC wieder wärmer und schöner. Da habe ich mich mit der Kamera bewaffnet auf den Weg quer durch Manhattan und Brooklyn gemacht, um noch ein paar NYC-Momente einzufangen.20140316-2014-03-16 Highline Park0229 20140316-2014-03-16 Highline Park0238 20140316-2014-03-16 Highline Park0247 20140316-2014-03-16 Highline Park0343 20140316-2014-03-16 Highline Park0294 20140316-2014-03-16 Highline Park0285 20140316-2014-03-16 Highline Park0266 20140316-2014-03-16 Highline Park0362 20140316-2014-03-16 Highline Park0381 20140316-2014-03-16 Highline Park00714 20140316-2014-03-16 Highline Park00913 20140316-2014-03-16 Highline Park01610 20140316-2014-03-16 Highline Park01211 20140316-2014-03-16 Highline Park01012 20140405-2014-04-05 Central Park00013 20140405-2014-04-05 Central Park00102 20140405-2014-04-05 Central Park00201 20140406-2014-04-06 BK Bridge Park - Red Hook00041 20140406-2014-04-06 BK Bridge Park - Red Hook00052 20140406-2014-04-06 BK Bridge Park - Red Hook00063 20140412-2014-04-12 Central Park00011 20140412-2014-04-12 Central Park00062 20140412-2014-04-12 Central Park00083 20140412-2014-04-12 Central Park00094 20140412-2014-04-12 Central Park00155 20140412-2014-04-12 Central Park00186

 

Im März wurde es sportlich. Zunächst stand das alljährliche Fußballturnier an der DSNY an, bei dem wir Lehrer natürlich auch wieder eine Mannschaft gestellt haben.20140315-2014-03-15 Fußballturnier DSNY00273 20140315-2014-03-15 Fußballturnier DSNY00502 20140315-2014-03-15 Fußballturnier DSNY00601

Eine Woche später ging es dann mit dem Lehrervolleyball-Team nach Boston, um unseren grandiosen zweiten Platz von vor zwei Jahren zu verteidigen. Ist uns leider nicht ganz gelungen, aber jede Menge Spaß war trotzdem dabei.20140322-2014-03-22 Boston Volleyballturnier00083 20140322-2014-03-22 Boston Volleyballturnier00462 20140322-2014-03-22 Boston Volleyballturnier00631

Snow Days

Einer der schneereichsten Winter seit Jahren bescherte uns den ein oder anderen Snow Day in der Schule. So konnte ich unter anderem mit Sabine, die Anfang März zu Besuch war, einen Tag im Moma verbringen, um die Isa Genzken-Ausstellung anzuschauen und durch den Central Park zu spazieren.

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Auch am Wegesrand gab es das ein oder andere Schneekunstwerk zu bewundern.20140122-IMG_13821