IKEA für Fortgeschrittene

Man nehme die Bestellungen von 4 Personen, schicke 2 Personen zu IKEA, rühre gut durch und schiebe das ganze für 5 (!!!!) Stunden in ein riesiges blaues Containergebäude auf dem in großen gelben Lettern „IKEA“ steht. Heraus kommen: Zwei völlig fertige Einkäuferinnen, 6 (!!!!) Einkaufswagen, möblierte Zimmer im vorher leeren Haus!

Steubenparade oder The Empire State goes schwarz, rot, gold

Am 17.09. war die Steubenparade auf der Fifth Avenue. Die Parade wird alljährlich am 3. Samstag im September zu Ehren eines General von Steuben gehalten, der 1777 aus Preußen kam, um mit General George Washington für die amerikanische Unabhängigkeit zu kämpfen. (Ach kommt schon, nicht gähnen…ein bißchen Bildung muss schon sein!) Los ging es morgens an der Schule typisch amerikanisch. Wir wurden nämlich mit gelben Schulbussen nach Manhattan reintransportiert. Dort angekommen platzte man  in ein kleines deutsches Universum, das einen zugegebenermaßen nicht ganz repräsentativen Querschnitt Deutschlands zeigte. Lederhosen und Dirndl waren unverhältnismäßig in der Überzahl! Zwischen all den Trachtenvereinen und Militärkapellen stachen wir mit unserem bunten Haufen aus Kindern, die aus Schultüten Süßigkeiten verteilt haben, Eltern und Lehrern ein wenig aus der Menge hervor. Aber auch die Exilrheinländer waren selbstverständlich mit einem Wagen und dem Dreigestirn der Kölsche Funke rut-wieß New York vertreten! Absolutes Highlight: Das für zwei Tage in schwarz-rot-gold erleuchtete Empire State Building!

9/11

Am 10jährigen Jahrestag von 9/11 stand eigentlich das ganze Wochenende im Zeichen von 9/11. Es gab Paraden zu Ehren der Firefighters, Gedenkveranstaltungen und vieles mehr. Am Morgen des 9. Septembers war die große Gedenkfeier am Ground Zero, wo die Gedenkstätte in Form zweier Brunnen an Stelle der ursprünglichen Türme des World Trade Centers offiziell eröffnet wurde. Sie war allerdings zunächst nur den geladenen Gästen, unter ihnen auch die Präsidenten Obama und Bush mit ihren Frauen, zugängig und wurde erst einige Tage später für die restliche Bevölkerung eröffnet. Von der Feier selbst habe ich gar nichts mitbekommen, da ich erst abends in die Stadt reingefahren bin und zu dem Zeitpunkt noch gar keinen Fernseher hatte. Abends hatte sich das Leben um Ground Zero wieder einigermaßen normalisiert, auch wenn die Stimmung um das World Trade Center herum sehr ruhig war. Als es dunkel wurde, erstrahlten zwei Lichtertürme in der Nähe des Ground Zero. Durch die Witterung (die Wolken hingen sehr tief), sah das total beeindruckend aus, da die zwei Lichtsäulen in den Wolken zu einem hellen Lichtschein  verschwommen. Zudem war im Battery Park für jedes Todesopfer eine Fahne aufgestellt worden. Inmitten des Fahnenmeeres und sich vorzustellen, dass jede Fahne einst ein Mensch war, der bei diesem Unglück sein Leben hat lassen müssen war schon sehr bedrückend.