Cape May

Juchhu, die Winterferien sind da! Eigentlich sollte es zum Skifahren gehen, aber da die Bedingungen nicht geradeschneereich waren, ging es dann lieber ein Stück Richtung Süden an der Küste New Jerseys entlang nach Cape May.

Da auch hier im Februar noch nicht so ganz die Badesaison eröffnet ist, trafen wir auf viele verlassene Küstenorte, was zum Teil ein wenig bizarr wirkte.

Ich bin allerdings sehr darauf gespannt, was in „Surf City“ (der Ort heißt wirklich so!) im Sommer los ist!

Ich nehme mal an, es wird auf jeden Fall mehr los sein, als bei diesem Besuch!Cape May ist einer der wenigen Orte, an denen man den Sonnenauf- und -untergang über dem Meer sehen kann. Wir haben allerdings nur den Sonnenuntergang geschafft.

Ansonsten ist Cape May ein wunderschöner, alter Badeort mit vielen alten viktorianischen Villen. Aber auch hier…tote Hose! Immerhin haben wir eine offene Bar am Abend gefunden. Die arme Liveband hat vor unglaublichen 5 Personen gespielt!

Theaterpremiere

Am 18.02.2012 war es soweit: Klein-Nina auf den Brettern der großen weiten Welt. Die Theaterpremiere stand an, das erste Mal auf amerikanischen Bühnenbrettern, wenn auch off-off-off-Broadway…was soll’s!

Tausend Dank an einen hervorragenden Regisseur, ein wundervolles Ensemble und die vielen fleißigen Helferlein hinter der Bühne!

And now: may I introduce…Mrs. Dexter!

The fabulous cast of „The Man who came to dinner“! Thanks to Debbie for the picture!

I ski NY

Im Januar stand mal wieder eine Premiere auf dem Plan: Das erste Mal Skifahren in den Staaten! Vom Puderschnee im tiefen Westen leider weit entfernt wurde zunächst das hiesige Mittelgebirge unsicher gemacht: Catskill Mountains, 2 Stunden nördlich von NY. Wahnsinn, ein Skigebiet, das quasi ohne natürlichen Schnee auskommt. Ich glaube, wir haben an dem Wochenende den einzigen Schneefall des Winters mitbekommen mit sage und schreibe ca. 2 inch Neuschnee.

Freitag direkt nach der Schule ging es los, ohne gebuchte Unterkunft. Dank Navi sind wir auch am Ziel angekommen. Und was macht man (Frau), wenn man im Dunkeln am Zielort ankommt und noch keine Ahnung hat, wo man schläft? Richtig! Frau geht shoppen! Schließlich muss man ja auf die Sicherheit achten. 1 Helm, 1 Paar Handschuhe und 1 lange Skiunterhose später (es war a…kalt!) machten wir uns dann mal auf die Suche nach einer Unterkunft und wurden glücklicherweise schnell fündig und haben einen absoluten Glücksgriff gemacht. http://www.windhamhouse.com/ Richtig schöner Kolonialbau, sehr liebenswerte Gastgeber, saubere Zimmer und sogar Frühstück inklusive!

Am nächsten Morgen ging es also gut gestärkt Richtung Skipiste. Der erste Schock: die Liftpreise! Dann ab in die Massenabfertigung, die sich Skiausleihe nennt und dann brav in eine der Reihen am Lift anstellen. Wehe es wird versucht sich aktiv anzustellen. Uiuiui, da können die Amis aber ganz schön böse werden.

Skilift heißt hier auch Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Während man hier nahezu alles mit seinem iphone bezahlen kann, haben die hier von automatischen Kartenlesern an den Liften anscheinend noch nichts gehört. Lieber pro Lift zwei Billigarbeitskräfte aus Südamerika einfliegen lassen, die jeden Skipass per Hand einscannen, weitere zwei, die gefühlte 100 Einzelschlangen zu einer Reihe zusammenpuzzeln, so dass sie am Ende immer der Anzahl der vorhandenen Liftplätze  entspricht (bis 3 oder 4 zählen ist aber für manche auch eine schier unlösbare Aufgabe!).

Wenn man Glück hat, hat man ein Fußteil, auf dem man seine Ski abstellen kann. Sitzheizung? Kuppel? Fehlanzeige. Wozu braucht man die auch bei -10 Grad?Das Skigebiet an sich war für ein Mittelgebirge gar nicht so schlecht. Auch wenn’s recht voll war, hat man eigentlich immer ein Loch gefunden, wo man die Piste nahezu alleine runterdüsen konnte. Leider waren aufgrund des Kunstschnees die steileren Hänge so vereist, dass Schlittschuhe angebrachter waren als Skier. Die hatte ich dummerweise jedoch zu Hause gelassen 🙁

Apres-Ski zu Country- und Rockabilly-Klängen ist ebenso gewöhnungsbedürftig, wie die Tatsache, dass der Großteil der Leute dabei einfach an Tischen sitzt und isst. Nachdem wir es nach dem ersten Abend auch erfolgreich geschafft haben, uns die Dorfjugend vom Leib zu halten, war es ein insgesamt herrlich entspannter Kurzurlaub. Dieses Skigebiet wird von uns aber wohl in Zukunft maximal für einen Tagestrip besucht. In Kürze sind aber zum Glück Winterferien und wir werden uns ein wenig weiter nördlich vorwagen und die Berge Vermonts austesten.